Interview – www.diabetes-austria.com

07. Februar 2005 · Thema: News

Das Interview mit Insulin Junky von Peter Hopfinger (Diabetes Austria)

DJ Insulin Junky Musik und gute Laune im süßen Blut Party-Girls in ganz Österreich schwärmen: “Er ist so ein süßer Typ!”Disco-Löwen sind begeistert: Sein Sound ist der absolute Hammer, wenn er auflegt, geht wirklich die Post ab.Der mit derartigem Lob überschüttete ist 24 Jahre jung, derzeit solo und einer der gefragtesten Typen in der heimischen Tanz-Szene. Andreas Huber heißt mit Künstlernamen DJ Insulin Junky und ist auf dem besten Weg, ein österreichischer Star in der internationalen Discjockey-Szene zu werden. “Ich will ganz nach oben” formuliert der sympathische Oberösterreicher aus Enns. Und wie es aussieht kann ihn dabei auch die Diagnose Diabetes, mit der er 1996 konfrontiert wurde, nicht aufhalten.

Bereits als Vierjähriger lernte er Klavierspielen, ein Jahr später kam als faszinierendes Instrument das Schlagzeug dazu. “Kein Wunder” , erinnert sich der heutige DJ, ” ist doch schon mein Vater seit 25 Jahren Mitglied einer Band, die bei allen möglichen Gelegenheiten aufspielt.”

Doch anders als der Vater fand Andreas, der den Beruf eines Elektroinstallateurs erlernte, bald mehr Gefallen hinter den Reglern eines Mischpults als an den Tasten eines Klaviers. “Ich hab schon als Jugendlicher bei den Auftritten der Band meines Vaters die Licht- und Tonregler bedient und sehr bald daran Spaß gefunden, mit verschiedenen Scheinwerfereinstellungen die Stimmung auf der Tanzfläche beeinflussen zu können. Aus dem Spaß des Jugendlichen wurde bald Ernst, als er beschloss, professioneller Discjockey zu werden. “Natürlich hilft mir die jahrelange musikalische Ausbildung auch heute bei der Auswahl und beim Abmischen von Musik, aber ich wollte immer was komplett Neues machen und da war mir die klassische Ausbildung am Klavier nicht genug.” Als beginnender Teenager ereilte ihn im Alter von 14 Jahren das Schicksal Diabetes. Nach einer überstandenen Mittelohrentzündung traten die typischen Symptome auf: übermäßiger Durst und ebenso große Müdigkeit. Nach einer ärztlichen Untersuchung, zu der ihn Mutter Gabriele mitnahm, war klar: der Junge hat Diabetes.” Na klar war’s am Anfang nicht leicht”, erinnert sich Andreas heute, immer wenn ich was essen wollte, hat man mir zunächst eine Insulinspritze in die Hand gedrückt.”Doch unterkriegen ließsich der Optimist nicht. Im Gegenteil: noch während seiner Lehrzeit als Elektroinstallateur begann er, bei Clubbings und Parties Platten aufzulegen und bald war sein Künstlername geboren als DJ Insulin Junky machte er nicht nur bei Veranstaltungen in Obeösterreich Furore. ” Ich wurde auf’s Traumschiff eingeladen, legte in Ibiza und bei der Mayday auf und hab auch beim Lifeball von Gery Keszler in Wien als Gast auftreten dürfen”,um nur einige zu nenne.

Mittlerweile hat er eine echte Fangemeinde, die zu Tausenden anreist, wenn der DJ einlädt.Bei seiner Geburtstagsfete im Linzer Empire kamen an die 2.500 Fans, denen er nicht nur stundenlang einheizte, sondern ihnen auch 16.000 Euro Spendengelder abknüpfte. Die stellte er der Kinder- und Jugendarbeit des O֖DV zur Verf�gung. “Gerade Kinder mit Diabetes brauchen besonders viel Unterst�tzung, die � besonders bei Kinderlagern im Sommer  sehr aufwändig ist. Umso mehr hat es mich gefreut, dass wir hier den Spaß bei einer riesigen Party mit etwas Vernünftigem verbinden konnten. Mittlerweile pendelt er zwischen Linz und Wien hin und her, weil die Clubkette Empire in Wien das ehemalige P1 erworben hat und man erst zuversichtlich ist, mit Andis Qualitäten als DJ auch den heiß umkämpften Wiener Markt erobern zu können.Was dem jetzt fehlt, ist eine eigene CD, Platte an der er bereits intensiv arbeitet. Wer Lust hat, ihn einmal persönlich hinter den Reglern zu erleben, hat mehrere Möglichkeiten: allwöchentlich legt er von Donnerstag bis Samstag im Wiener Empire, dem ehemaligen P1 in der Rotgasse, auf. Aber auch sein Stammpublikum in Linz muss nicht völlig auf ihn verzichten. Zuletzt am 28. Jänner beim Suparama im Empire Linz. Am liebsten spiele ich vor vielen Tausend Menschen”, gesteht er, „da werd ich hinterm Mischpult so richtig zum Tier.

Peter Hopfinger www.diabetes-austria.com

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